Sonntag, 25. März 2018

Das Paket von Sebastian Fitzek - und die Seiten blättern sich wie von selbst




Dies ist der zweite Roman von Sebastian Fitzek, den ich bisher gelesen habe. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir kriecht beim Lesen ganz langsam - und vor allem unauffällig - ein Schauer den Rücken hinauf und ich merke ihn erst, wenn er unübersehbar in voller Ausprägung oben angekommen ist. Fitzek ist ein Meister der subtilen Hochspannung, wenn ich das mal so nennen darf.

Es fängt ganz unverfänglich an, mit einem klassischen Serienmord, wo eine Frau überlebt und damit gar nicht klar kommt. Denn der Mörder ist noch irgendwo da draußen und könnte jederzeit kommen und sein Werk an ihr vollenden. Das Perfide dabei ist, dass Emma Psychologin ist und selber merkt, wie die Psychose allmählich von ihr Besitz ergreift.

Gut, das ist ja schon mal ein spannender Plot. Und was ist das Besondere daran? Diese Frage habe ich mir im ersten Drittel des Romans mehrmals gestellt, bis ich erst viel zu spät merkte, dass ich schon mitten drin bin. In dem feinen Netz, dass Herr Fitzek für seine Leser*innen ausgeworfen hat. Es sind die kleinen Gesten, unverfänglichen Begebenheiten, die erst auf den zweiten bis fünften Blick, den roten Faden einfach abschneiden oder umfärben.

Erst ist alles klar und dann bauen sich erste Zweifel auf und die Puzzleteile, die ich mir so schön zurechtgelegt habe, passen auf einmal nicht mehr. Plötzlich stelle ich alle Handlungen der Hauptfigur infrage, obwohl sie das Opfer ist und sympathisch. Dabei finde ich es doch ungerecht, wenn so viele Leute ihr nicht glauben und sie stigmatisieren. So dreht und wendet sich alles bis zur Auflösung des Falls. Und ich klappe zufrieden das Buch zu (mit einem bitteren Beigeschmack).

Ich muss unbedingt bald noch einen Fitzek lesen. Und euch rate ich, lest dieses Buch. Es lohnt sich.

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