Donnerstag, 26. Oktober 2017

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley




Da hat sich Lucinda aber viel vorgenommen! Sieben Sterne bilden die Konstellation der Plejaden, sechs Adoptivschwestern aus allen vier Ecken der Erde sind nach dessen Sternen benannt … der  siebte Patz blieb bis zum mysteriösen Tod ihres Vaters frei. Der hinterlässt jeder Schwester einen Hinweis auf ihre Herkunft. Und von dieser Suche handelt die siebenteilige Reihe. Wenn das nicht kompliziert ist! Lucinda setzt noch einen drauf: Sie hat die sieben Romane so angelegt, dass sie unabhängig voneinander gelesen werden können. Aber Lucinda wäre nicht Lucinda, wenn sie dieses komplexe Konstrukt nicht mit Leichtigkeit meistern könnte und eine spannende und unterhaltsame Lektüre daraus macht.

Im ersten Band folgen wir der ältesten Schwester Maia auf eine Reise in das Rio de Janeiro der 20er Jahre. Das Leben ihrer Vorfahren scheint eng mit der Entstehung der riesigen Christusfigur zusammenzuhängen. Ihre Urgroßmutter lernt die Boheme der Pariser Künstlerszene als Teenager kennen und muss danach wieder lernen, sich den strengen Regeln der höheren Gesellschaft Rios (ihren Eltern zuliebe) zu unterwerfen. Extrem patriarchisch und so gar nicht freizügig.

Die bis ins Detail recherchierte Geschichte dieser beiden Städte in einer kulturell spannenden Zeit fand ich sehr interessant. Mit wenigen Worten schafft es die Autorin eine Zeitreise in die Vergangenheit herbeizuzaubern, die glaubhaft und vielschichtig das Leben in den wilden 20ern wiedergibt. Die Liebesgeschichten dagegen, waren mir einen Tick zu romantisch und zu sehr an der Oberfläche. Die Handlung wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit mit einer Leichtigkeit, die sich auch in der Sprache wiederspiegelt - wie ein bunter Schmetterling. Lucinda beherrscht ihr Handwerk wirklich meisterlich und das Buch bleibt bis zum Schluss spannend.

Wenn du also romantische Unterhaltungsliteratur magst, mit einem Schuss Historie und einem Hauch Exotik, ist dieses Buch für dich genau passend. Insbesondere, wenn du dich für den Flair der wilden zwanziger Jahre interessierst. 

Eckdaten: Band 1 von 7, Taschenbuch, eBook, 576 Seiten, Goldmann Verlag
Übersetzt von Sonja Hauser
Besuch doch mal die Autorin: Lucinda Riley
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1 Kommentar

  1. Huhu!

    Mittlerweile weiß ich auch, dass ich da eine siebenteilige Reihe vor mir habe :D ... War mir aber anfangs nicht ganz klar, weil ich nicht mit dem ersten Band gestartet bin. Aber du hast recht, die Bücher sind schön zu lesen, ich habe mich damit herrlich entspannen können, wenn ich nicht gerade an meiner Arbeit zum "Crowdinvesting" gearbeitet habe :).

    Liebe Grüße
    Ascari

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