Sonntag, 23. April 2017

Kurz berichtet: Lach doch mal, Maggy!



Wenn ein Französisches Autorenteam eine Detektivgeschichte in London spielen lässt, kann nur Gutes entstehen. Schon allein der Einstieg in diese Comic Geschichte ist genial. Zitierverdächtig, würde ich meinen. Und er gibt sofort vor, in welchen sozialen Schichten der Stadt wir uns bewegen. Es sind nicht die feinen, das kann ich schon mal verraten.

 Erster Arbeitstag und es regnet, als ob ein Elefant pisst.

Mit Maggy Garrisson haben Lewis Trondheim und Stéphane Oiry eine fast tragikomische Figur geschaffen, die erfreulicherweise gar keinem Ideal entspricht. Maggy findet nach zwei Jahren ohne Job endlich Arbeit bei einem - das Klischee läßt grüßen - versoffenen Detektiv und schlittert schon fast zufällig in einen Fall, den sie irgendwie und auch wieder zufällig allein löst. Maggy ist nicht auf den Mund gefallen. Sie ist frech, direkt in ihrer Art, eckt überall an und ist nicht unbedingt eine Schönheit. Dafür hat sie Herz und jede Menge Humor. Schwarzen natürlich. Bridgit Jones im Comic Format. Das spiegelt sich auch in den Zeichnungen wieder. Grob, aber gefällig.

Ich frage mich, ob dieser Comic bereits vorab als Onlineversion veröffnetlicht wurde, denn 12 gleichgroße Panels pro Seite wirken auf Dauer etwas langweilig. Nichtsdestotrotz, ich freue mich, dass ich mich für Mary entschieden habe und bin gespannt auf Band 2.

Eckdaten
Maggy Garrisson, Band 1: Lach doch mal Maggy!
Comic, vierfarbig, 48 Seiten
Autoren: Lewis Trondheim und Stépahne Oiry
Übersetzt von Resel Rebiersch
Verlag: schreiber&leser

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