Freitag, 17. Februar 2017

Glass Coffin von David M Rohlmann

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Glass Coffin von Rohlmann / Engels

Ich habe mich sehr auf das Wiedersehen mit den kriminellen Märchenfiguren aus der Saint Falls Serie gefreut. Vor allem in der Hoffnung, mehr über den Machtkampf zwischen den beiden urgewaltigen Bandenchefs Wolf und Beast zu erfahren, die um die Kontrolle über den Drogenmarkt und das Rotlichtmilieu der Stadt Saint Falls kämpfen. Ich wurde nicht enttäuscht! Gesamtkonzept, Plot und Figuren sind differenzierter und wesentlich schärfer ausgearbeitet als im ersten Teil.

Glass Coffin, Teil zwei der Saint Falls Reihe, spielt ebenfalls in der Welt des märchenhaften Verbrechens und schließt direkt an den ersten Teil an. Diese Anthologie aus acht Kurzgeschichten ist aber wesentlich härter, schneller und actionreicher. Die Geschichten haben aber auch eine einfühlsame, nachdenkliche Seite, was die Geschichten weg vom vierfarbig zweidimensionalen comichaften führt – so wie er im ersten Teil dominierte. Da ist zum Beispiel Beast, der eigentlich etwas sympathischere der beiden Konkurrenten, der vor einer einschneidenden Entscheidung steht: hart, bestialisch und kaltherzig oder emotional, empathisch, sensibel. Ihm steht im Machtkampf gegen Wolf seine Sensibilität und emotionale Zerrissenheit gehörig im Wege und er entwickelt, trotz härtester Gegenmaßnahmen, eine emotionale Bindung zu der Prostituierten Schaharazad, die ihm die allerschönsten Geschichten erzählt.

Der Aufbau der Anthologie folgt demselben Muster wie sein Vorgänger: Vier Autoren und acht in sich abgeschlossene Kurzgeschichten, die dennoch eine gemeinsame Einheit bilden. Viele Figuren, die im ersten Teil kleine Nebenrollen spielten, rücken hier stärker in den Vordergrund und man lernt sie näher kennen. Sie und ihre Motivation für ihre teils unorthodoxen Handlungen. Wie zum Beispiel eine männliche Fee mit magischen Fähigkeiten.

Die Konkurrenz zwischen den beiden Drogenbossen Wolf und Beast steigert sich so sehr, dass sie am Ende zu ungewöhnlichen magisch-teuflischen Mitteln greifen – Mittel, die nur in der Märchenwelt Sinn ergeben. Die Spannung steigert sich bis zum Schluss und hinterläßt mich in derselben Situation wie am Ende der ersten Anthologie: Happy End.

 Glass Coffin hat mich begeistert und überzeugt. Die Stimmung düster, halbseiden und doch irgendwie menschlich.  Es ist sehr viel Action in den Geschichten und Gewalt. Sie sind also absolut nichts für zartbeseitete Gemüter. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil dieser Reihe.


Danke für das Rezensionsexemplar, David Rohlmann 

Eckdaten: Glass Coffin, EBook, 134 Seiten, Selbstverlag
Autoren: David M. Rohlmann, Maria Engels, Jenny Wood, Cat Lewis, David Knospe
Rezension: Happy End


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