Mittwoch, 2. November 2016

Dit un Dat: Die Bilder im Kopf

Es ist nichts Neues: Bücher lösen jede Menge Bilder im Kopf aus. Aber erscheinen sie bei euch auch ganz unterschiedlich oder eher nach dem gleichen Schema?

Je nachdem, wie sehr mich die Handlung oder der Schreibstil packt, erscheinen die Bilder, die das Buch hervorruft, ganz zaghaft und leise aus den tiefen meines Gehirns oder sie explodieren bunt und schreiend laut direkt hinter der Stirn. Oft entstehen Verbindungen zu realen Erlebnissen, Filmen oder anderen Büchern, die mich beeindruckt haben. Wenn ich zum Beispiel einen Steampunk Roman lese, tanzt ganz häufig Charlie Chaplin aus dem Film „Moderne Zeiten“ im Hintergrund durch das Bild und steckt sich Werkzeug in die Ohren. Bei Fantasy Romanen werden die Bilder ganz bunt, bei Krimis spielt sich alles meistens vor einer eher düsteren Kulisse ab (wie im Film „Der dritte Mann“) und in meinem Kopf entsteht ein unheimlicher Hall.

Es gibt Bücher, die sehr klare und intensive Bilder hervorrufen, wie die Märchenadaption, die ich gerade lese und die mich dazu brachte, diesen Post zu schreiben. Wenn ich dieses Buch lese, entsteht in meinem Kopf ein Comic. Ich sehe jedes einzelne Panel vor mir, jede Figur in ihrer Ausführlichkeit – leicht überspitzt und unbedingt Comic-kompatibel. Die klare Farbgebung, die Sprechblasen – jedes Detail wird in meinem Kopf in einen Comic übertragen. Wenn ich zeichnen könnte, säße ich jetzt vor dem Zeichenblock und würde loslegen. Da ich das aber nicht kann, schreibe ich eben darüber.

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