Montag, 12. September 2016

[Butter bei die Fische] mit dem Verlag Edel Elements # 2 (Verlagskatzen)


Heute sollte euch Ellen, Volontärin beim Verlag Edel Elements, ihr Tätigkeitsfeld und andere spannende Dinge vorstellen. Nun muss dieser Beitrag krankheitsbedingt leider um ein paar Tage verschoben werden. Ich wünsche der lieben Ellen gute Besserung und nutze einfach die Gelegenheit, um einen Post über einen besonderen Akteur im Verlagswesen einzuschummeln. Er kam in meiner Korrespondenz mit Ellen kurz auf und hat mich seitdem einfach nicht mehr losgelassen: Die Verlagskatze. Wer ist sie? Woher stammt sie? Gibt es sie überhaupt oder ist sie nur ein Mythos?


Als ich im Netz nach dem Begriff Verlagskatze suchte, tauchten erstaunlich viele Seiten auf, die ganz offensichtlich eine solche Katze im Fokus hatten. Es gibt sie also wirklich, die Verlagskatze! Ich fand auch eine Menge Verlagsseiten, die regelmäßig in ihren News uund Blogs über ihre Katze berichteten. Oft war ihnen die Katze zugelaufen, oder sie kommt einfach regelmäßig zu Besuch. Sie scheint in jedem Fall einen besonderen Stellenwert im Alltag der Verlage zu haben. Ich habe zum Beispiel eine Katze entdeckt, die einen eigenen Bereich auf der Webseite des Schweizer Verlags Waldgut hat.

Darüber hinaus fand ich aber keine weiteren Informationen, die meine Fragen zufriedenstellend beantworten konnten. Mir fehlte hier eindeutig mehr "Butter bei die Fische". Kurz bevor ich mit der Recherche aufgab, spuckte die Suchmaschine noch zwei weitere Links aus, die meine volle Aufmerksamkeit erhaschten. Eine Besprechung des Buches Sophisticats: Lesende Katzen von Romy Thiele, vom Blog  Katzen-Kultur. Interessant ist, dass in dem Buch klassische Literatur aus der Sicht von Katzen diskutiert wird. Aber noch viel spannender finde ich, dass die Herausgeberin des Buches die Verlagskatze Romy höchst persönlich ist! Ok, man kann gut und gerne über Sinn und Unsinn eines solchen Buches streiten. Katzenliebhaber sind sicherlich begeistert davon, die anderen belächeln sie eher. Für mich ist das aber ein klarer Indikator für die besondere Stellung, die Katzen in manchen Verlagshäusern genießen.

Das zweite Beispiel bezieht sich auf die fundierten Recherchearbeiten des Autors Detlef Blum, die er in einem Buch über die Geschichte der Katzen zusammenfasste.  Katzenspuren: vom Weg der Katze durch die Welt. Laut Leseprobe wurden Katzen gerne als Arbeitstiere in Bibliotheken und Verlagen eingesetzt. Da fällt bei mir endlich der Groschen! Na klar, um die Mäuse fernzuhalten! In den 1980ern wurde zum Beispiel der Verlag des Wallstreet Journal von einer Mäuseplage heimgesucht. Als einzig vernünftige Lösung wurde ihm geraten, eine Katze einzustellen, was auch prompt erfolgreich umgesetzt wurde.

Der Verlag Edel Elements hat übrigens keine Katze. Das wundert mich nach dieser Recherche aber nicht. Schließlich ist der reine eBook Verlag nicht besonders attraktiv für Mäuse!

Wenn ich mir diese Informationsschnipsel jetzt ansehe, frage ich mich immer noch, welche besondere Rolle Katzen heutzutage für die Verlage spielen, außer Mäuse von den Büchern fernzuhalten. Da muss doch noch mehr dran sein. Es scheint tatsächlich ein inniges Verhältnis zwischen Katze und Verlag zu bestehen. Ähnlich wie zwischen manchen Leser*innen und Katzen. Habt ihr eine Idee, was das sein könnte? Seid ihr schon mal einer Verlagskatze persönlich begegnet?


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