Samstag, 26. Dezember 2015

Rezension: Die Geständnisse des Sekretärs von Henry Hounting

eBook
120 Seiten
Selbstverlag

Über den Autor:
Henry Hounting 

Interview mit dem Autor:
Blick über den Tellerrand












Die „Geständnisse des Sekretärs“ ist ein klassischer Krimi. Es geht hier nicht um die Aufklärung von Mordfällen, wie bei den meisten modernen Krimis, sondern um die auf Logik basierende Indizienanalyse eines Verbrechens, die schließlich zur Aufklärung des Falles führt. Also etwas für Tüftler. Ganz im Sinne der klassischen Krimi-Literatur. Zeit und Ort des Krimis ist, wie könnte es auch anders sein, Großbritannien im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ich empfehle dieses Buch allen Liebhabern von klassischen Krimi-Autoren, wie Agatha Christie und Arthur Conan Doyle.

Victor Hounting ist ein emeritierter Mathematikprofessor. Und als Mathematiker tüftelt er sehr gerne - am allerliebsten an scheinbar unlösbaren Kriminalfällen. In Polizeikreisen gilt er als skurril und schrullig, unter anderem wegen seiner ungewöhnlichen Art an den Fall heran zu gehen. Seltsamerweise gelingt es ihm immer wieder, und nur auf Grund der Indizienlage, die vertracktesten Fälle erfolgreich zu lösen. Deshalb wird er dann doch und etwas wiederwillig zur Unterstützung herangezogen, wenn die Polizei in einer Sackgasse steht. In dieser Geschichte geht es um einen wichtigen Kaufvertrag des Lord Wallingham, der scheinbar auf dem Postweg (damals noch per Pferdekutsche) zwischen Liverpool und London verschwunden ist.

Der Krimi ist im Stil der Agatha Christie und Arthur Conan Doyle Romane geschrieben, inhaltlich wie sprachlich an das 19. Jahrhundert angepasst. Allerdings trägt er ein leichtes Augenzwinkern mit sich und treibt die Analyse und Herleitung zur Aufklärung des Falls, auf die äußerste Spitze. Verdächtigt wird der Sekretär des Lord Wallingham, der aus Versehen das verschwundene Dokument mit nach Liverpool genommen hatte. Dieser legt im Laufe der Geschichte mehrere Geständnisse ab, jedes näher an der Wahrheit als sein Vorgänger und immer angepasst an den neuesten Ermittlungsstand. Das Ermittlerteam, bestehend aus Mathematikprofessor Hounting, Polizei Inspektor Burdy und die junge Assistentin des Polizeipräsidenten Emely L‘Saint, legt minutiös die einzelnen “Zwiebelhäute“ frei, bis sie zum Kern der Sache kommen, der für mich überraschend war.

Es hat mir großen Spaß gemacht, diesen Kriminalroman zu lesen. Am schönsten waren die Stellen, wo der Humor des Autors hier und da aufblitzte. Die geheimnisvolle Geschichte um die Entstehung des Romans und wie es dazu kommt, das der Autor den gleichen Namen trägt wie der Mathematikprofessor, ist ähnlich geheimnisvoll gestaltet und kann auf der Autorenseite bei Amazon nachgelesen werden. Wenn du ein Liebhaber klassischer Kriminalromane bist, dann lohnt es sich allemal, „Die Geständnisse des Sekretärs zu lesen“.

Lieben Dank an Heinrich Seidlmeier für das Rezensionsexemplar.
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Kommentare

  1. Hui, Augenzwinkern bei Krimis mag ich ja sehr. Danke für die Rezension, das Buch wandert auf die WL.
    LG
    Denise

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    1. Hallo Denise,
      leider verliert sich das augenzwinkern zum Ende des Buches hin. Ich hab es dennoch genossen. Freut mich, dass dich die Rezi überzeugen konnte. :-)
      LG loralee

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Ich freue mich sehr über Kommentare von euch!

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