Dienstag, 17. November 2015

Rezension: Die Verratenen von Ursula Poznanski

Hardcover, Taschenb., eBook
461 Seiten
Ab 14 Jahre
Loewe Verlag
Teil 1 der Eleria-Trilogie

Besuch doch mal die Autorin:
Ursula Poznanski












Die Eleria-Trilogie stand schon lange auf meiner Wunschliste – zu lange. Als "Die Verratenen" im Rahmen der Wanderbuch-Aktion von Kati von Katis Bücherwelt auf die Reise geschickt wurde, beschloss ich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Wanderbuch testen und endlich dieses Buch lesen. Ich frage mich, warum ich das Buch nicht viel früher in die Hand genommen habe, denn "Die Verratenen" ist ein starker Start in die dystopische Welt von Ria und ihren Freunden und macht Lust auf mehr.

Ria gehört zur Elite der aus dem All auf die Erde zurückgekehrten Menschen. Sie sollen testen, ob ein Leben auf der Erde wieder möglich ist. Sie sind Teil einer stark reglementierten Gemeinschaft, die vermeintlich auf Gerechtigkeit aufgebaut ist. Ihre Freiheit ist stark eingeschränkt, denn sie müssen in so genannten Sphären leben. Das sind riesige Kuppeln, die sie erst endgültig verlassen dürfen, wenn die Erde ausreichend bewohnbar ist. Außerhalb der Sphären leben die Nachkommen der nach der Zerstörung der Erde zurückgelassenen Erdenbewohner unter sehr primitiven und schwierigen Bedingungen. Die heile geregelte Welt von Ria fällt in sich zusammen, als ihr und weiteren fünf Jugendlichen vorgeworfen wird, sie seien Teil eine Verschwörung. Sie werden verfolgt und sind plötzlich auf die Hilfe der „Außenbewohner“angewiesen.

Trotz des klassischen Dystopien-Aufbaus (zwei gegensätzliche Gesellschaftsformen treten gegeneinander an, bzw. werden unterlaufen), packt mich die Handlung und es bleibt spannend bis zum Schluss. Es baut sich ein wahrer Thriller auf, in dem es um Intrigen und Macht geht. Die Charaktere werden sehr vielschichtig beschrieben und die besonderen Umstände der Welt, in der Ria lebt, werden erst nach und nach preisgegeben. Ria ist Vorzeigestudentin, die Nummer sieben im offiziellen Ranking der Studenten. Ihre Stärke ist, dass sie die Emotionen der Menschen sehr gut an ihrer Körperhaltung und Mimik lesen, analysieren und daraus Schlüsse ziehen kann. Als erste Zweifel an der Ehrlichkeit ihrer Sphärenwelt aufkommen, versucht sie den äußeren Schein aufrechtzuerhalten, was ihr im Laufe der Geschichte immer weniger gelingt. Interessant.

Der Auftakt der Trilogie hat mich überzeugt. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt in dem Thriller, dem Machtkampf, dem Erkennen von Wahrheit und Unwahrheit. Es lässt sich in einem Rutsch durchlesen, hat eine angenehme Sprache und das Setting bietet wenige Überraschungen. Der Fokus der Autorin liegt auf der gesellschaftlichen, sozialen und zwischenmenschlichen Ebene und der Aufklärung der Verschwörung. Ich bin sehr neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird, welche Rolle die einzelnen Protagonisten in ihr spielen werden, insbesondere Ria. Teil zwei und drei stehen schon ganz oben auf meiner Weihnachtswunschliste.
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Kommentare

  1. Hallo Lora,

    eine schöne Rezension und ich liebe diese Trilogie und vor allem den Schreibstil von Ursula.

    Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß mit der Geschichte.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Danke Uwe, das ist lieb von dir. Ich muss die Trilogie jetzt unbedingt weiter lesen. Und damit mein SuB-Vorhaben begraben.... :-(
      LG
      loralee

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Ich freue mich sehr über Kommentare von euch!

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