Donnerstag, 27. August 2015

Rezension: Sherman's End von C.R. Schmidt

eBook
368 Seiten
In Farbe und Bunt Verlag:
iFuB
Autor: C.R. Schmidt













Leute, was musste ich bei diesem Buch schallend lachen! Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass diese Geschichte so unterhaltsam ist. Das Cover sieht sehr finster aus und der Klappentext verspricht eine Dystopie à la Mad Max, deshalb war meine Überraschung umso größer, dass ein fabelhafter Humor die Handlung begleitet. Köstlich! Sherman’s End ist eine Dystopie - Science Fiction – Fantasy Geschichte mit rasanter Action und britischem Witz. Kurz: eine Tongue-in-cheek-Dystopie.

Die Welt ist durch den Atomkrieg vor etlichen Jahrhunderten in einen desolaten Zustand versetzt worden. Es herrscht das Gesetz der Straße, jeder ist sich selbst der Nächste. Wer die besten Waffen und Autos hat, kommt durch. In dieser Welt spielen aber auch Worte eine wichtige Rolle. Wer die Worte, die in Vergessenheit geraten sind, die Worte des alten Volks (das sind wir), wie "Gentleman", "Elefant", oder "Tohuwabohu" kennt, ist angesehen. Diese Worte bedeuten Macht und manchmal auch Magie. Manchmal werden sogar Duelle mit Worten statt mit Waffen ausgetragen. Aber wenn jemand die Worte durcheinanderbringt, wie es Hud manchmal passiert, können auch sehr skurrile Situationen entstehen.

Hud ist der Hauptprotagonist der Geschichte. Er begibt sich auf einen Roadtrip quer durch das, was mal als Nordamerika bekannt war, auf der Suche nach einem legendären Schatz in Sherman’s End. Unterwegs schließen sich ihm mehrere Weggefährten an, mit denen er die wildesten Abenteuer besteht. Sie müssen sich vor „Freaks“ (eine Art Zombie) in Acht nehmen, gegen Raider (plündernde Motorradgangs) behaupten und sich mit „Superfreaks“ (Menschen mit besonderen Fähigkeiten)  auseinandersetzen.

Hud ist besessen von Wörtern. Und so ist auch die Geschichte aufgebaut. Jedes Kapitel beginnt mit einer Definition aus dem Wörterbuch. Die Macht und Wunder, die Wörter bewirken können, ziehen sich als roter Faden durch das ganze Buch. Der Autor schreibt in sehr klarer, leichter Sprache und selbst die brutalsten Szenen lösen sich manches Mal in einem Scherz auf. Ich musste oft überrascht schallend lachen, auch wegen der unerwarteten und kritischen Bezüge zu unserer Zeit. Es entstehen sehr skurrile und ungewöhnliche Situationen, die man in einer Dystopie nicht erwartet. Selbst das Ende, das leicht ins kitschige bzw. beliebige hätte abrutschen können, wird gut aufgelöst.

Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten. Action und Skurrilität in einem dystopischen Setting ist eine ungewöhnliche Paarung, die der Autor gut umgesetzt hat. Wenn du den Humor britischer Science Fiction und Fantasy Autoren wie Terry Pratchet oder Douglas Adams und gleichzeitig Actionstreifen wie Mad Max magst, wir du mit diesem Buch großen Spaß haben.

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
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