Freitag, 31. Juli 2015

Rezension: Erkar Bodin von Jan Viebahn

Jan-Viebahn-Erkar-Bodin-600
Taschenbuch, eBook
242 Seiten
Selbstverlag
Band 2 derYrangir-Reihe

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Jan Viebahn 

Interview mit dem Autor:
Blick über den Tellerrand











Ein Krimi im Fantasyroman? Was für eine spannende Kombination! Als der Autor mir dieses Buch zur Rezension anbot, musste ich einfach zugreifen. Leider war mir vor lauter Neugier entgangen, dass es sich hier um den zweiten Teil einer Trilogie handelt. Diese Info fehlte mir tatsächlich ein bisschen beim Lesen, aber ich werde das bei der Bewertung des Buches mit berücksichtigen und den ersten Teil „Schwarzes Licht“ auf jeden Fall noch lesen.

Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut, mit unerwarteten Wendungen, gerade zum Ende des Krimis. Jan Viebahn entführt uns nach Yrangir, ein mittelalterlich anmutendes Kaiserreich voller dunkler Magie und lebensgefährlichen Geheimnissen. Erkar Bodin, Leutnant der Stadtwache, ist beauftragt einen Doppelmord unter Priestern aufzuklären. Scheinbar handelt es sich um einen einfachen Raubmord. Jedoch kommt alles anders und Erkar gerät immer tiefer in die Welt der Intrigen und Machtkämpfe im Reich, wo niemand ist was er scheint. Am Ende wird nicht mal vor der Ermordung des ersten Kaisers Halt gemacht.

Erkar Bodin ist ein kluger Kopf und wird oft von seinen Gegnern unterschätzt, wenn er nicht gerade wieder im Vollrausch steckt. Diese Schwäche und seine unerwiderte Liebe zu Rina sind leider die einzigen herausstechenden Charakteristika des Hauptprotagonisten, was ich sehr schade finde, da er ein sympathischer Kerl zu sein scheint. Für meinen Geschmack wird seine Alkoholsucht zu sehr in den Vordergrund gestellt und muss immer wieder für das Versagen von Erkar herhalten. Andere Figuren sind wesentlich differenzierter ausgestaltet. Vor allem die Beschreibung der Bösewichte, die in der schwarzen Magie bewandert sind, ist sehr gelungen und lässt mich immer wieder schaudern.

Die Kombination der beiden Genres gelingt dem Autor leider nur zum Teil. Das mag unter anderem an der wechselhaften Sprache des Romans liegen. Manchmal schleicht sich hier und da die moderne Umgangssprache ein, die für meinen Geschmack nicht in diese Fantasy-Welt passt.

Ich finde immer noch, dass Krimi und Fantasy unbedingt zusammen passen. Vielleicht experimentiert der Autor im Verlauf der Trilogie noch ein bisschen mit dieser Kombination. Das würde mir gefallen. Der Abschluss des Romans macht Lust auf mehr. Ich freue mich schon auf den ersten Band, der hier schon auf mich wartet (und vergebe 3,5 Sterne).

Danke für das Rezensionsexemplar, Jan Viebahn.
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