Sonntag, 3. Mai 2015

Comic digital


Immer mehr Comic Verlage entdecken die Vorteile der digitalen Welt. DC, Marvel, Splitter und wie die renomierten Verlage heißen, geben inzwischen sogar die digitale und Printversion neuer Hefte zeitgleich heraus.


Leser*innen haben entdeckt, wie bequem es ist, die Comics auf ihrem Tablet oder Handy zu lesen. Es gibt auch diverse Plattformen, die den Zugang zu den neuesten Angeboten an Comics, Graphic Novels und Mangas erleichtern.

Das erste Mal, dass ich Online-Comics entdeckte, liegt schon einige Jahre zurück. Eine kleine Gemeinde von Autoren und Zeichnern experimentierten mit den Möglichkeiten der digitalen Dimension und stellten sie kostenfrei ihren Fans online zur Verfügung. Am beeindruckendsten war für mich die Serie "Freakangels". Jeden Freitag erschien eine Episode von sechs Seiten. Jeden Freitag Abend las ich gebannt die aktuelle Episode am PC und konnte den nächsten Freitag kaum erwarten. Die Serie wurde schließlich so erfolgreich, dass sie jetzt auch als Printversion zu finden ist.

Ein weiteres Beispiel ist Daniel Lieske mit seiner Wormworld-Saga. Dieser Comic löst sich komplett von den Einschränkungen der Printcomics und nutzt die Möglichkeiten der digitalen Welt weitestgehend aus. Hier scrollt man sich durch die Kapitel, zum Teil ganz ohne Panel-Begrenzungen. Es eröffnet sich eine völlig neue Dimension des Lesens. Leider dauert es sehr lange, bis ein Kapitel fertig gestellt ist. Bisher sind sieben erschienen.

Glücklicherweise besteht die experimentierende Indie-Szene noch, auch wenn digitalisierte Comics inzwischen schon zum Mainstream gehören. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Ob hier ein neues Genre entsteht?

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