Samstag, 18. April 2015

Rezension: Der Schwimmer von Joakim Zander

Taschenbuch, eBook
432 Seiten
Übersetzt von Ursel Allenstein
Rowohlt

Über den Autor:
Joakim Zander










Also eines vorab: Joakim Zander hat mit seinem Debüt einen hervorragend spannenden Polit-Thriller hingelegt. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band um die Protagonistin Klara Walldéen!

Wer wollte nicht schon immer mal hinter die Kulissen der EU schauen? Und wer fragt sich nicht, was sich dort abspielen mag, in den Zeiten von Abhöraffären, Terrorismus und Whistleblower? Eine mögliche Antwort liefert dieser Roman. Und das macht ihn so spannend. Er ist einfach brutal nah dran an der Realität.
Klara Walldéen ist die Referentin einer schwedischen EU Abgeordneten und gerät unbewusst mitten in die Machenschaften von Ex-CIA Agenten, die im Auftrag von Geheimdiensten Terroristen befragen – mit Zuhilfenahme von nicht ganz legalen Verhörmethoden. Ihr Ex-Freund Mahmoud zieht sie, auch unbewusst, in diese Affäre hinein. EU-Lobbyisten spielen in diesem Reigen ebenfalls eine weniger saubere Rolle. Und über allem schwebt der große Unbekannte, der „Amerikaner“, der „Schwimmer“, dessen Rolle in diesem Spiel erst zum Ende des Romans klar wird.

Stilistisch greift der Autor eine Menge loser Fäden auf, die scheinbar in völlig entgegengesetzte Richtungen weisen und verwebt sie in eine dichte, actionreiche und spannende Geschichte. Dabei kommt die private und emotionale Ebene nicht zu kurz. Die Charaktere bekommen schnell eine facettenreiche Persönlichkeit, mit all ihren Ecken und Kanten.

Es ist gar nicht so einfach über diesen Roman zu schreiben, ohne zu viel aus der Handlung vorweg zu nehmen. Darum kann ich nur jedem raten: Wenn du auf Polit-Thriller stehst, dann lies diesen. Es lohnt sich!
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