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Freitag, 10. November 2017

Ankündigung: Der wandernde Adventskalender startet am 27.11.2017


Warum in der Adventszeit Tag für Tag alleine Tür für Tür öffnen? Warum nicht einfach von Blog zu Blog wandern und etwas Vorfreude mit den anderen teilen? 

Aus diesen Fragen entstand die Idee zu dem wandernden Adventskalender. Es kamen nach und nach ein paar Elemente dazu, so dass daraus inzwischen schon fast ein ganzes Adventspaket geworden ist. Ich freue mich riesig, wenn ihr mitmacht, es winken schöne Gewinne und jede Menge Inspiration und Spaß. Und so geht's:

Vier Wochen, vier Aufgaben, vier Gewinnspiele und vier Adventsgrüße
Start: Montag, den 27. November 


1. Eine Advent(link)party. Du bereitest in jeder Adventswoche einen Beitrag zu den unten angegebenen Themen vor und verlinkst ihn in meinem Wochenpost (es dürfen auch ältere Beiträge verlinkt werden). Ich hoffe, dass ein paar schöne vielseitige Beiträge zusammenkommen, in denen du nach Herzenslust stöbern kannst. Ich muss hier nicht erwähnen, dass sich jede*r Blogger*in über Besuch und Kommentare freut. :-)

Thema für die erste Adventswoche: Ein Geschenketipp rund um das Buch bzw. die Literatur im allerweitesten Sinne. Ein Buch als solches sollte es aber nicht sein, das wäre ja langweilig. 
Thema für die zweite Adventswoche: Verrätst du uns Dein absolut allerliebstes Rezept für Weihnachtsplätzchen zum nachbacken?
Thema für die dritte Adventswoche: Gemütlich lesen in der Vorweihnachtszeit. Was darf bei deinem winterlichen Lesenachmittag oder -abend nicht fehlen? Hast du ein Ritual, mit dem du ihn einläutest? Gibt es ein Buch, das du nur in der Vorweihnachtszeit liest? 
Thema für die vierte Adventswoche: Dein Blogger-Highlight des Jahres. Hast du zum Beispiel ein Buch gelesen, dass dich nicht mehr los lässt? Oder warst du auf einer Buchmesse und hast deinen Lieblingsautor getroffen? Hast du eine Traumreise gemacht und darüber gebloggt? Und, und, und...

 2. Besuche in jeder Adventswoche bis zu drei Blogger*innen deiner Wahl. Hinterlasse bei ihnen einen lieben Adventsgruß und schenke ihnen ein bisschen Freude. Es kann ein Link zu deiner Lieblingsmusik sein, dein Lieblingszitat, ein schönes Winterfoto oder was du an ihrem Blog schätzt. Ich freue mich besonders, wenn du auf diese Aktion verlinkst. Ich habe dafür auch einen Banner gebastelt.




3. Vier Adventsgewinne. An jedem Adventssonntag gibt es tolle Bücher zu gewinnen aus den Genres Fantasy, Krimi, Reiseberichte, unter anderem zum Beispiel den Bildband "Street Art" von lonely planet, eine von allen Autor*innen signierte Ausgabe von "Saint Falls" und andere Überraschungen. Am vierten Advent werden zwei Pakete verlost - weil eben Weihnachten ist! Verlost wird unter allen Teilnehmerinnen an dieser Aktion.




Das Kleingedruckte:  Teilnahmebedingungen
  • Teilnahme an der Verlosung ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten
  • Du bist im Gewinnfall einverstanden, öffentlich genannt zu werden (im Gewinnerpost).
  • Keine Barauszahlung des Gewinns möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Verlag Mairdumont und Autor David M Rohlmann für die Bereitstellung der Gewinne und wünsche ihnen wunderschöne Feiertage!
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Montag, 6. November 2017

Ein stilles Jahr geht zuende, aber: Wham Bam I'm back again!


Hallo ihr Lieben. Dieses Jahr war ein stilles Jahr auf meinem Blog. Habt ihr gemerkt, oder? Ich habe weniger gelesen, gar nicht mehr kommentiert und die Foren kaum besucht. Jetzt ist mir auch noch der eReader abhanden gekommen und ich fühle mich unvollständig. Ist das ein Omen? Ja! Es ist eine Erinnerung daran, mal wieder aktiv zu werden.

Aber zuerst möchte ich euch kurz erklären, warum es hier so still war: Ich bin nämlich unter die Herausgeber gegangen. Wie ihr vielleicht wisst, schleppe ich die chronische Erkrankung Parkinson mit mir herum. Was das angeht, bin ich regelrecht zu einer Aktivistin geworden, da so wenig in der Öffentlichkeit über Parkinson bekannt ist. Das führte dazu, dass ich gemeinsam mit weiteren Betroffenen die Plattform Dopamin – Das Buch gestartet habe, wo wir persönliche Erfahrungen von Menschen, die sich mit Morbus Parkinson beschäftigen veröffentlichen. Tja, und daraus ist ein richtiges Taschenbuch geworden.

Aber genug davon, jetzt bin ich wieder in der Buchbloggerszene unterwegs und werde mit einer Adventsaktion starten, bei der es verschiedene winterliche Aufgaben für euch gibt und ein paar Gewinnspiele. Das Ganze läuft unter dem Motto: Der wandernde Adventskalender und startet schon am 27. November, also dem Montag vor dem 1. Advent.



Für das nächste Jahr habe ich mir eine Challenge ausgedacht. Sie ist noch nicht ganz zuende konzipiert, aber das Banner steht schon:



Mehr zu den Aktionen gibt es demnächst auf diesem Blog. Ich freue mich jetzt schon auf euer Feedback und bin gespannt auf eine buchbloggige Zeit!
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Donnerstag, 26. Oktober 2017

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley




Da hat sich Lucinda aber viel vorgenommen! Sieben Sterne bilden die Konstellation der Plejaden, sechs Adoptivschwestern aus allen vier Ecken der Erde sind nach dessen Sternen benannt … der  siebte Patz blieb bis zum mysteriösen Tod ihres Vaters frei. Der hinterlässt jeder Schwester einen Hinweis auf ihre Herkunft. Und von dieser Suche handelt die siebenteilige Reihe. Wenn das nicht kompliziert ist! Lucinda setzt noch einen drauf: Sie hat die sieben Romane so angelegt, dass sie unabhängig voneinander gelesen werden können. Aber Lucinda wäre nicht Lucinda, wenn sie dieses komplexe Konstrukt nicht mit Leichtigkeit meistern könnte und eine spannende und unterhaltsame Lektüre daraus macht.

Im ersten Band folgen wir der ältesten Schwester Maia auf eine Reise in das Rio de Janeiro der 20er Jahre. Das Leben ihrer Vorfahren scheint eng mit der Entstehung der riesigen Christusfigur zusammenzuhängen. Ihre Urgroßmutter lernt die Boheme der Pariser Künstlerszene als Teenager kennen und muss danach wieder lernen, sich den strengen Regeln der höheren Gesellschaft Rios (ihren Eltern zuliebe) zu unterwerfen. Extrem patriarchisch und so gar nicht freizügig.

Die bis ins Detail recherchierte Geschichte dieser beiden Städte in einer kulturell spannenden Zeit fand ich sehr interessant. Mit wenigen Worten schafft es die Autorin eine Zeitreise in die Vergangenheit herbeizuzaubern, die glaubhaft und vielschichtig das Leben in den wilden 20ern wiedergibt. Die Liebesgeschichten dagegen, waren mir einen Tick zu romantisch und zu sehr an der Oberfläche. Die Handlung wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit mit einer Leichtigkeit, die sich auch in der Sprache wiederspiegelt - wie ein bunter Schmetterling. Lucinda beherrscht ihr Handwerk wirklich meisterlich und das Buch bleibt bis zum Schluss spannend.

Wenn du also romantische Unterhaltungsliteratur magst, mit einem Schuss Historie und einem Hauch Exotik, ist dieses Buch für dich genau passend. Insbesondere, wenn du dich für den Flair der wilden zwanziger Jahre interessierst. 

Eckdaten: Band 1 von 7, Taschenbuch, eBook, 576 Seiten, Goldmann Verlag
Übersetzt von Sonja Hauser
Besuch doch mal die Autorin: Lucinda Riley
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Dienstag, 24. Oktober 2017

Im Glashaus von Deva Manick




Ein interessantes Fachbuch über die Probleme, die kulturelle und ethnische Inklusion von Jugendlichen in die deutsche Gesellschaft mit sich bringen.

Als mir der Autor dieses Buch anbot, ging ich davon aus, dass es sich um eine klassische Biographie handelt. Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass ich es stattdessen mit einem sehr interessanten Fachbuch über interkulturelle Kommunikation und Inklusion aus der persönlichen Sicht eines Betroffenen in der Hand hielt. Da ich mich zufälligerweise beruflich mit diesem Thema, insbesondere im Zusammenhang mit Menschenrechten beschäftige, setze ich heute den professionellen Hut in meiner privaten Bloggosphäre auf.

Dieses Buch ist eine Perle für alle, die sich mit der Integration junger geflüchteter Menschen beschäftigen. Denn es gibt wenig Fachliteratur, die sich so nah am persönlichen Schicksal mit diesem Thema auseinandersetzt. Der Autor ist kein gelernter Sozialpädagoge, Psychologe oder Ethnologe (hie und da sind diese Defizite dem Buch auch anzumerken), und doch schöpft er seine Expertise aus den Erlebnissen seiner Familie, die durch den Krieg im Heimatland Sri Lanka auseinander gerissen wurde und traumatisiert in einem Gastland zusammenkam, dem es schwer fiel und bis heute immernoch schwer fällt, die Bedürfnisse und Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Autor selber war nicht direkt von Krieg, Flucht und Migration betroffen. Er ist als jüngstes Kind der Familie in Deutschland geboren und aufgewachsen und musste von Anfang an seine Identität zwischen zwei grundverschiedenen Kulturen finden. Dies war nicht ohne professioneller Hilfe möglich, weshalb er jungen kriegs- und fluchttraumatisierten Menschen anrät, sich externe professionelle Hilfe zu holen.
Ich freue mich ganz besonders, dass sich Deva auch mit Fragen zu Gender und den Konflikten zwischen den Generationen auseinandersetzt. Denn gerade in extremen Situationen treten ungerechte Machtstrukturen zwischen den Geschlechtern besonders stark zutage, insbesondere wenn Kinder, Mädchen und Jungen, im Spiel sind.

Deva schrieb dieses Buch als Ratgeber für junge Migranten in Deutschland. Ich rate Fachleuten dieses Buch zu lesen, denn sie können eine Menge lernen über die Gedanken, Gefühle und Meinungen von geflüchteten jungen Menschen mit streng patriarchalen Hintergründen. Wie auch über die Herausforderungen, denen die jungen Menschen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft gegenüberstehen.


Eckdaten: Taschenbuch, 196 Seiten, erschienen 2012, Verlag Engelsdorfer

Besuch doch mal den Autor: Deva Manick

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Samstag, 7. Oktober 2017

Street Art Bildband von lonely planet


Ein Bildband über weltweite Street Art Werke. Darauf habe ich gewartet!! Und wurde nicht enttäuscht. Dieser Bildband hält meiner Meinung nach jeder Kritik stand.

Street Art von Berlin bis Melbourne, von Bansky bus Nunca – 142 Spots in 42 Städten und die kreativsten Festivals weltweit erstmals in einem Buch.

Meine Kenntnisse über Street Art sind eher rudimentär. Ich muss aber einfach die Kamera zücken, wenn ich ein tolles Motiv sehe und seit Instagram hat sich das verstärkt. Bei meinen Reisen nach Kolumbien und Georgetown, Penang wurde mir erst bewusst, wie weit verbreitet Street Art inzwischen ist. Und zugleich wie vergänglich. Auch wenn das bei vielen der Künstlerinnen und Künstlern ein einkalkuliertes Element ihrer Arbeit ist - man möchte es doch festhalten und nie wieder loslassen.

Das tut dieser Bildband, ohne die Kunst an sich allzu schmerzhaft einzuschränken. Im Vorwort von Remi Rough, einem Pionier dieser Kunstform, und in der Einleitung von Ed Bartlett / The Future Tense und Leiter dieses Buchprojekts, wird die Entstehung von Street Art und deren Philisophie (wenn man es so nennen will) kurz und eingängig erklärt. Der Bildband ist nach Städten gegliedert.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Stadtplan, auf dem die wichtigsten Locations eingetragen sind, ergänzt mit einer kurzen Erläuterung, wie sich Street Art dort etabliert hat. Und dann kommen jede Menge sehr schöne Fotos von den Kunstwerken, die man dort antreffen kann. Street Art Künstler, Fotograf und Adresse der Location werden bei jedem Bild mitgeliefert. Man könnte also problemlos alle Spots besuchen.

Im zweiten Block werden die Festivals vorgestellt, die es mittlerweile nicht zu knapp gibt. Interviews mit namhaften Künstlern, wie Faith aus Südafrika sind auch enthalten. Und schließlich gibt es noch ein Register der Künstler. Was will man mehr?


Daher mein Urteil: Klare Empfehlung! Mir gefällt dieses Buch ausgesprochen gut. Es ist klar strukturiert und überlasst den Fotos den Raum, den sie brauchen um zu wirken. Die Bildqualität ist hervorragend und ich erwische mich immer wieder beim Stöbern. Was ein gutes Zeichen ist. 

Eckdaten: Taschenbuch, 224 Seiten, Verlag lonely planet
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